Testbericht MEFO – ISDE Master EXTREME Enduro Reifen

Montage:
Der Reifen wurde auf einer Excel Felge mit weicher Mousse montiert.
Die Montage war sehr einfach und ging Problemlos von statten, das Gefühl beim Prüfen der Reifenhärte war überwältigend. Noch nie hatte ich so einen weichen Reifen gefahren.

Fahren:
Ich habe den Reifen auf einer KTM 125 EXC gefahren, für das Forrestrace und das Mountainrace des Red Bull Sea to Sky.
Mein persönliches Fazit: Geil!!
Zuerst war ich skeptisch was die Haltbarkeit des Reifens angeht, so weich wie dieser ist hätte ich erwartet das er nicht mehr als einen Renntag in diesen scharfkantigen Steinen überlebt, dem sollte nicht so sein wie ich am Ende des Forrestrace festellte. 55Km über felsiges, Steiniges Terrain können diesem Reifen nichts anhaben, lediglich einige kleinere ‚Narben‘ trug mein ISDE Master EXTREME davon, sehr positiv überrascht war ich über die Gripeigenschaften auf nassem Stein und auf nassen Wurzeln. An Stellen an denen vor mir fahrende Fahrer mächtig ins Straucheln gerieten konnte ich einfach normal weiter fahren ohne den Grip zu verlieren. In Kletterpassagen auf Stein und Felskanten konnte ich sogar überholen, was ich mir mit einem Metzeler Sixdays nicht vorstellen hätte können.
Durch das geringe Drehmoment der 125er musste ich an sehr steilen Auf- und Abfahrten darauf bauen das mein Hinterrad genügend Grip findet um die letzten Meter auch noch zu schaffen, was auch immer funktionierte! Ein paar mal war es sogar zu viel Grip sodass das Vorderrad anfing zu steigen.
Das einzige was ich an dem Reifen nicht 100% Perfekt finde ist die Kurvenlage, der Reifen liegt unheimlich Lange, sehr gut und Stabil in der Kurve, hat aber einen recht unberechenbaren Punkt an dem er anfängt aus zu brechen, ich habe versucht ein Schema daraus zu erkennen aber wurde immer wieder überrascht und musste mich mit einem beherzten Tritt auf den Boden retten. Ich nehme an das dies der weichen Gummi Mischung geschuldet ist und die weichen Seitenstollen in der Kurve einfach irgendwann weg knicken.

Mein Fazit: Ein sehr guter Reifen für extremstes Gelände mit dem man sich vor nichts fürchten muss! Erstaunliche Haltbarkeit für so einen weichen Reifen, natürlich dem Fahrstil entsprechend, und Kletterkünste die seines gleichen Suchen. Der MEFO – ISDE Master EXTREME ist kein Highspeedreifen, daher muss man aufpassen was in Kurvensituationen passiert. Mit einigen Kilometern mehr sollte man aber ein Gefühl dafür entwickeln was passiert.
Ich werde meinen Reifen definitiv noch weiter fahren, da er gerade mal eingefahren ist nach diesem Rennen, hätte ich die Wahl zwischen einem ISDE Master EXTREME und einem beliebigen anderen Reifen, würde ich den ISDE Master EXTREME wählen.
Einfach aus dem Grund das seine Fähigkeiten im extremen Gelände mehr als überzeugend sind!

Mark Richter von Safarix.de

Kommentar von Ingo Schöber von Safarix.de

Vielen Dank an MEFO die uns diesen Reifen für das Red Bull Sea to Sky Extrem Enduro Rennen in der Türkei kurzfristig zum testen zur Verfügung gestellt haben.

Schon bei der Montage merkt man, dies ist ein absolutes Qualitätsprodukt, trotz der sehr weichen Gummimischung an den Stollen sind die Flanken sehr stabil und der Reifen bleibt auch mit weicher Mousse sehr gut in seiner Form. Ich habe den Reifen auf einer KTM 350 Freeride gefahren, bei der es etwas problematisch ist einen 140er reifen zu montieren, da die Schwinge recht schmal ist, beim MEFO – ISDE Master EXTREME kein Problem, da er wie schon gesagt sehr formstabil ist.

Bezüglich Klettereigenschaften auf Steinen und Wurzeln kann ich Mark nur zustimmen, das Teil ist überragend. Auch auf Asphalt und Schotter hat man sehr guten Grip, rutschendes Hiterrad hatte ich nicht zu beklagen. Ich habe meinen Reifen schon zum Beachrace am Strand von Kemer direkt am Mittelmeerstrand montiert und auch dort funktionierte der MEFO einfach super gut.

Ich habe somit etwas mehr Kilometer gefahren als Mark ca. 15 km Beachrace, 70 km Forrestrace (incl. 15km Aspahalt zum Start) und beim Mountainrace bis zum Bronzefinish noch mal ca. 40km (incl. der An- und Abfahrt). Mein Reifen hat doch ganz schön gelitten wobei ich ihn absichtlich nicht geschont habe, allerdings weniger als erwartet. Ich werde ihn mindestens noch einen Renntag benutzen. Fotos folgen, da unsere Bikes noch auf dem Rückweg aus der Türkei sind.

Fazit – ohne diesen Reifen werde ich kein Extremendurorennen mehr fahren!

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